Veranstaltungen 2015

25. November 2015
Friedrich Engels als Wissenschaftler. Zum 120. Todestag von Friedrich Engels

Wissenschaftlich tätig zu sein, das war Engels’ großes Wunschziel, und er strebte sein ganzes Leben lang danach, es zu verwirklichen. Er teilte voll und ganz die Wissenschaftsbegeisterung seines Jahrhunderts, die der Wissenschaft eine bedeutende Rolle für den Fortschritt der Menschheit beimaß. Engels stellte sich stets neuen theoretischen Anforderungen, war an unkonventionellen, provozierenden Ideen interessiert, verfolgte und analysierte neue Trends – auch, um seinen eigenen Standpunkt zu überdenken. Er vertrat kein konservatives Wissenschaftsverständnis, sondern war ein leidenschaftlicher Verfechter der Vielfalt, der Individualität und der offenen Austragung unterschiedlicher Auffassungen auf allen Gebieten, auch innerhalb der Arbeiterbewegung und ihrer Organisationen.

Referent: Dr. Richard Sperl
Moderation: Prof. Dr. Rolf Hecker

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 19-21 Uhr
Eine Veranstaltung des Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin.

30. Oktober – 1. November 2015
8. Marx-Herbstschule: Geschichte und Notwendigkeit

Marx’ Geschichtsbegriff war lange Zeit in Beschlag genommen vom Geschichtsdeterminismus des traditionellen Marxismus. In der Tat lassen sich bei Marx Aussagen finden, die einen solchen Geschichtsdeterminismus nahelegen – die berühmten Passagen aus dem Manifest der Kommunistischen Partei, in denen die kapitalistische Produktionsweise und ihre Entwicklung als notwendige Voraussetzung und „Vorgeschichte“ des Kommunismus bestimmt werden, oder die scheinbar historisch zwangsläufige „Negation der Negation“ am Ende des 1. Bands des Kapitals.

Solche Annahmen über eine geschichtliche Notwendigkeit sind vielfach kritisiert worden und wurden spätestens seit den 1960er Jahren massiv in Frage gestellt, bis hin zum regelrechten Verbot jeder „großen Erzählung“. Allerdings ist Geschichte auch bei Marx selbst keineswegs so einheitlich bestimmt und deterministisch festgelegt, wie es in den Hauptströmungen des Marxismus erscheinen mag.

Die Herbstschule wird sich dem Geschichtsbegriff bei Marx und der Ambivalenz von historischer Notwendigkeit und Freiheit widmen. Wir wollen damit an das Thema der letzten Herbstschule anschließen: Wurde dort „Klasse“ eher kategorial bestimmt, wird es diesmal um die historische Dimension von Kämpfen, den Begriff der Geschichte bei Marx und seine Bedeutung für die Praxis politischer Kämpfe und sozialer Bewegungen gehen.

Am Samstag Abend hält David McNally unter dem Titel „The Riddles of History and the Necessity of Socialism“ einen öffentlichen Vortrag.

Mehr Informationen und Anmeldung: www.marxherbstschule.net

13. Mai 2015
Jahresmitgliederversammlung und öffentliche Veranstaltung

Prof. Dr. Martin Hundt spricht über die beiden kürzlich erschienenen Biografien über Wilhelm
Weitling (von Waltraud Seidel-Höppner) und Victor Tedesco (von Rudolf Kern). Danach folgt eine Diskussion und im Anschluss – nach einem kleinen Imbiss – unsere jährliche Mitgliederversammlung.

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 18-20.30 Uhr

Einladung und Tagesordnung der Mitgliederversammlung