Aktuelles

Karl Marx-Karikatur - Design: Beier

15. August 2017

In memoriam
Prof. Dr. Heinrich Gemkow
* 26. Juni 1928 † 15. August 2017

Ein herausragender Wissenschaftler, der Historiker der Arbeiterbewegung, Marx-Engels-Forscher sowie leidenschaftliche Biograf von Marx, Engels und ihren Mitstreitern, unser großherziger Freund und liebenswerter Kollege hat uns nach einem arbeitsreichen langen und erfüllten Leben verlassen.
Seine Weisheit, Güte und Fürsorge werden uns ebenso fehlen wie sein feiner Humor.
In unserer Erinnerung wird er als Humanist und Sozialist fortleben.

Nachruf von Walter Schmidt in „Neues Deutschland“, 16. August 2017

Die Trauerfeier findet am 12. September 2017, 13 Uhr auf dem Friedhof Pankow III,  Am Bürgerpark 24, 13156 Berlin–Pankow, statt.
Statt Blumen bitten wir um eine Spende auf das Konto des Berliner Vereins zur Förderung der MEGA-Edition e.V., IBAN: DE19 1005 0000 6603 2317 41

23. April 2017
Jahresmitgliederversammlung am 19. Juni 2017 um 17 Uhr

Einladung mit Tagesordnung der Mitgliederversammlung (PDF) erfolgte 4 Wochen vor dem Termin.

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 17-19 Uhr
Danach im Anschluss:

Zum Verhältnis von Situativem und Prinzipiellem in Marxʼ journalistischer Kritik der 1850er Jahre – Veranstaltung am 19. Juni 2017

Viel Aufmerksamkeit kommt Marxʼ theoretischen Triumphen zu, die er etwa im „Manifest“ oder im „Kapital“ feiert. Doch was ist, wenn seine Erwartung einer revolutionären gesellschaftlichen Veränderung, wie er 1848 sie formuliert, einer Realitätsprüfung ausgesetzt ist? Der Vortrag legt den Fokus darauf, wie sich Marx in Phasen der revolutionären Flaute positioniert, wie er politische Irritationen verarbeitet und um Erklärungen für enttäuschende gesellschaftliche Entwicklungen ringt. Die bisherige Erforschung seiner journalistischen Texte der Dekade zwischen Entstehung des „Manifests“ und der „Grundrisse“ konzentriert sich auf einzelne von ihm behandelte, oft länderspezifische Fragen. Dabei bleibt der Blick auf die Gesamtheit der Artikel als eigenes Marxʼsches Textgenre sowie auf die Besonderheiten der darin angewandten Argumentation zumeist flüchtig

Referentin: Anna-Sophie Schönfelder (Universität Osnabrück)
Moderation: Prof. Rolf Hecker

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 19-21 Uhr

Eine Veranstaltung des Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. und Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin

07. September 2016
Das gespannte Verhältnis von Marx und Engels zur Utopie – Veranstaltung am 22. November 2016

Wie standen Marx und Engels zur Utopie? Waren sie selbst Utopisten? Haben sie das Utopische nur als Stilmittel verwendet? Wie gestalteten sich ihre eigenen Visionen über die postkapitalistische Gesellschaft? Wurden sie dabei von den Sozialutopien beeinflusst, die sich ja als unwissenschaftlich bezeichneten? Wie und warum haben sie sich gegen diese abgegrenzt? Wie wichtig war diese Abgrenzung für die Herausbildung des Marxismus bzw. des „wissenschaftlichen Sozialismus“? Danga Vileisis verneint, dass der utopische Sozialismus als Bestandteil einer einheitlichen „in sich geschlossenen“ (Lenin) Entwicklung der Marxschen Theorie zu verstehen ist. Er stelle vielmehr im wirklichen theoretischen Erkenntnisprozess des jungen Marx einen Stolperstein dar. Erst dessen Zurückweisung habe den eigentlichen Durchbruch in der Theoriebildung von Marx mit sich gebracht. Sie wird anhand des vierten Teils (d.) des ersten Kapitels der „Heiligen Familie“ Kritischer Schlacht gegen den französischen Materialismus zeigen, dass Marx’ misslungener Versuch, hier den Sensualismus Feuerbachs mit den utilitaristischen Voraussetzungen der utopisch-sozialistischen Theorien v. a. von Fourier, Owen und Dézamy zu verknüpfen und dies dann „als die logische Basis des Kommunismus“ darzustellen, einen der hauptsächlichen Anlässe für die Entstehung seiner auch selbst-kritischen Notizen ‚ad Feuerbach’ gebildet hat. Carl-Erich Vollgraf wird Marx und Engels in utopischen Dimensionen nach 1867 beleuchten. Ihm geht es nicht um das kompakte Thema Marx und Engels als Utopisten, und schon gar nicht darum, anhand späterer gesellschaftlicher Praktiken Visionen beider unhistorisch als naiv, irrig oder falsch zu deklassieren. Vielmehr geht es um Äußerungen von Marx und Engels, in denen das Stilmittel der Pointierung sozialer Disharmonien in der kapitalistischen Gesellschaft gepflegt wird. Des Weiteren geht es um die Plausibilität und Stringenz ihrer auch nachgefragten Visionen über die postkapitalistische Gesellschaft, oft in einfacher Antithese zur kapitalistischen Praxis vorgebracht, oder in derber Polemik mit Konkurrenten. Dabei berufen sich Marx und Engels meist auf das „Kapital“ als wissenschaftliche Grundlage, nicht immer auch berechtigt.

ReferentInnen: Danga Vileisis und Dr. sc. Carl-Erich Vollgraf
Moderation: Dr. Alexander Amberger

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 19-21 Uhr

Eine Veranstaltung des Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. und Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin

04. April 2016
30 Jahre Marx-Engels-Forum – Eine DenkMalTour

Am 4. April 1986, also auf den Tag genau vor 30 Jahren an einem Freitag, wurde das Marx-Engels-Forum durch Erich Honecker unter Anwesenheit der Partei- und Staatsführung und des Schöpferkollektivs der Denkmalanlage auf einer Kundgebung mit 50 000 BerlinerInnen (laut ND) eingeweiht. Es war am Vorabend des XI. Parteitages der SED, so dass eine enge Verbundenheit zwischen den „beiden großen Revolutionären und genialen Wissenschaftlern“ und der SED, die die „ruhmreichen Traditionen des Bundes der Kommunisten und der revolutionären deutschen Sozialdemokratie“ verkörperte, vom Redner beschworen wurde. Der Politbüro-Auftrag zur Errichtung eines Marx-Engels-Denkmals ging 1973 an den Bildhauer Ludwig Engelhardt. 1983 wurden erste Entwürfe für die künftige Anlage auf einer Ausstellung in der Akademie der Künste im Marstall präsentiert. Jüngste Zäsur in der Geschichte des Marx-Engels-Forums ist die provisorische Umsetzung der zur Anlage gehörenden Elemente 2010/11 an die Karl-Liebknecht-Straße, um den U-Bahnbau zu ermöglichen. Die Denkmaltour geht der Geschichte des Denkmals nach, erläutert seine Elemente und fragt nach seiner Zukunft in der Mitte Berlins. Verbunden damit wird die Frage nach den anderen Erinnerungsorten an Marx und Engels in Berlin.

Mit Rolf Hecker, Kathrin Lompscher (MdA) und Thomas Flierl

Treffpunkt: Marx-Engels-Forum, Karl-Liebknecht-Straße, 10178 Berlin
Zeit: 17-18.30 Uhr

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin und den Naturfreunden Berlin.

25. November 2015
Friedrich Engels als Wissenschaftler. Zum 120. Todestag von Friedrich Engels

Wissenschaftlich tätig zu sein, das war Engels’ großes Wunschziel, und er strebte sein ganzes Leben lang danach, es zu verwirklichen. Er teilte voll und ganz die Wissenschaftsbegeisterung seines Jahrhunderts, die der Wissenschaft eine bedeutende Rolle für den Fortschritt der Menschheit beimaß. Engels stellte sich stets neuen theoretischen Anforderungen, war an unkonventionellen, provozierenden Ideen interessiert, verfolgte und analysierte neue Trends – auch, um seinen eigenen Standpunkt zu überdenken. Er vertrat kein konservatives Wissenschaftsverständnis, sondern war ein leidenschaftlicher Verfechter der Vielfalt, der Individualität und der offenen Austragung unterschiedlicher Auffassungen auf allen Gebieten, auch innerhalb der Arbeiterbewegung und ihrer Organisationen.

Referent: Dr. Richard Sperl
Moderation: Prof. Dr. Rolf Hecker

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 19-21 Uhr
Eine Veranstaltung des Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin.

30. Oktober – 1. November 2015
8. Marx-Herbstschule: Geschichte und Notwendigkeit

Marx’ Geschichtsbegriff war lange Zeit in Beschlag genommen vom Geschichtsdeterminismus des traditionellen Marxismus. In der Tat lassen sich bei Marx Aussagen finden, die einen solchen Geschichtsdeterminismus nahelegen – die berühmten Passagen aus dem Manifest der Kommunistischen Partei, in denen die kapitalistische Produktionsweise und ihre Entwicklung als notwendige Voraussetzung und „Vorgeschichte“ des Kommunismus bestimmt werden, oder die scheinbar historisch zwangsläufige „Negation der Negation“ am Ende des 1. Bands des Kapitals.

Solche Annahmen über eine geschichtliche Notwendigkeit sind vielfach kritisiert worden und wurden spätestens seit den 1960er Jahren massiv in Frage gestellt, bis hin zum regelrechten Verbot jeder „großen Erzählung“. Allerdings ist Geschichte auch bei Marx selbst keineswegs so einheitlich bestimmt und deterministisch festgelegt, wie es in den Hauptströmungen des Marxismus erscheinen mag.

Die Herbstschule wird sich dem Geschichtsbegriff bei Marx und der Ambivalenz von historischer Notwendigkeit und Freiheit widmen. Wir wollen damit an das Thema der letzten Herbstschule anschließen: Wurde dort „Klasse“ eher kategorial bestimmt, wird es diesmal um die historische Dimension von Kämpfen, den Begriff der Geschichte bei Marx und seine Bedeutung für die Praxis politischer Kämpfe und sozialer Bewegungen gehen.

Am Samstag Abend hält David McNally unter dem Titel „The Riddles of History and the Necessity of Socialism“ einen öffentlichen Vortrag.

Mehr Informationen und Anmeldung: www.marxherbstschule.net

13. Mai 2015
Jahresmitgliederversammlung und öffentliche Veranstaltung

Prof. Dr. Martin Hundt spricht über die beiden kürzlich erschienenen Biografien über Wilhelm
Weitling (von Waltraud Seidel-Höppner) und Victor Tedesco (von Rudolf Kern). Danach folgt eine Diskussion und im Anschluss – nach einem kleinen Imbiss – unsere jährliche Mitgliederversammlung.

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 18-20.30 Uhr

Einladung und Tagesordnung der Mitgliederversammlung