Aktuelles

Karl Marx-Karikatur - Design: Beier

 26. Mai 2018

Wissenschaftliches Kolloquium am 26. Juni 2018 zum 90. Geburtstag von Heinrich Gemkow (26.6.1928 bis 15.8.2017):

Vom mühseligen Suchen und glückhaften Finden. In memoriam Prof. Dr. Heinrich Gemkow

Der Historiker der Arbeiterbewegung, Engels-Biograf und Dokumenten-Herausgeber (Nekrologe zum Tod vom Marx und Engels) Heinrich Gemkow (1928–2017) hat als stellvertretender Direktor des Instituts für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (von 1964 bis 1990) ebenfalls Einfluss auf verschiedene Großprojekte genommen, wie auf die Gestaltung des Marx-Engels-Forums in Berlins Mitte oder der Aufführung des Theaterstücks „Salut an alle. Marx“ im Theater im Palast der Republik. Er verfasste die Marx/Engels-Doppelbiografie „Unser Leben“.
Einigen diesen Projekten wird auf dem Kolloquium nachgegangen werden.

Moderation: Walter Schmidt; Programm siehe PDF

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 15:00-18:15 Uhr

Anschließend:
Gespräch von Rolf Hecker mit Michael Heinrich über seine neue Marx-Biografie: Karl Marx und die Geburt der modernen Gesellschaft. Biographie und Werkentwicklung. Band 1: 1818-1841

Ab 18:45 Uhr: Öffentliche Mitgliederversammlung 2018 anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx

Einladung mit Tagesordnung der Mitgliederversammlung (PDF) erfolgte 4 Wochen vor dem Termin.

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 15-20 Uhr

Eine Veranstaltung des Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. und Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin

24. Februar 2018

12. Mai – Denkmaltour 14:00-16:00 Uhr
Die Denkmaltour zum 200. Geburtstag von Karl Marx beginnt an dem einzig erhaltenen authentischen Wohnhaus in der Luisenstr. 60, in dem Marx als Student von Oktober 1838 bis März 1839 lebte. Bis 1990 befand sich an dem Gebäude eine Gedenktafel, die offenbar „verschollen“ ist. Seit einigen Jahren gibt es Bemühungen, eine neue Tafel anbringen zu lassen. Jüngst ist die Initiative an der Historischen Kommission zu Berlin e.V. bzw. am Historischen Beirat des Senators für Kultur und Europa gescheitert. Wir nehmen dies zum Anlass, gegen diese undemokratische Entscheidungsfindung Stellung zu nehmen und unserer Forderung Nachdruck zu verleihen. Endpunkt der Denkmaltour ist das 1986 eingeweihte Marx-Engels-Forum. Der Politbüro-Auftrag zur Errichtung eines Marx-Engels-Denkmals ging 1973 an den Bildhauer Ludwig Engelhardt. 1983 wurden erste Entwürfe für die künftige Anlage auf einer Ausstellung in der Akademie der Künste im Marstall präsentiert. Jüngste Zäsur in der Geschichte des Marx-Engels-Forums ist die provisorische Umsetzung der zur Anlage gehörenden Elemente 2010/11 an die Karl-Liebknecht-Straße, um den U-Bahnbau zu ermöglichen. Wird die vertraglich vereinbarte Rückführung des Denkmals eingehalten? Worin liegt die Zukunft dieses Ensembles?

Mit Prof. Rolf Hecker und dem Verleger Dieter Beuermann (Otto Meissner Verlag)


15. August 2017

In memoriam
Prof. Dr. Heinrich Gemkow
* 26. Juni 1928 † 15. August 2017

Ein herausragender Wissenschaftler, der Historiker der Arbeiterbewegung, Marx-Engels-Forscher sowie leidenschaftliche Biograf von Marx, Engels und ihren Mitstreitern, unser großherziger Freund und liebenswerter Kollege hat uns nach einem arbeitsreichen langen und erfüllten Leben verlassen.
Seine Weisheit, Güte und Fürsorge werden uns ebenso fehlen wie sein feiner Humor.
In unserer Erinnerung wird er als Humanist und Sozialist fortleben.

Nachruf von Walter Schmidt in „Neues Deutschland“, 16. August 2017

Die Trauerfeier findet am 12. September 2017, 13 Uhr auf dem Friedhof Pankow III, Am Bürgerpark 24, 13156 Berlin–Pankow, statt.
Statt Blumen bitten wir um eine Spende auf das Konto des Berliner Vereins zur Förderung der MEGA-Edition e.V., IBAN: DE19 1005 0000 6603 2317 41

Traueranzeige in „Neues Deutschland“, 26. August 2017

23. April 2017
Jahresmitgliederversammlung am 19. Juni 2017 um 17 Uhr

Einladung mit Tagesordnung der Mitgliederversammlung (PDF) erfolgte 4 Wochen vor dem Termin.

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 17-19 Uhr
Danach im Anschluss:

Zum Verhältnis von Situativem und Prinzipiellem in Marxʼ journalistischer Kritik der 1850er Jahre – Veranstaltung am 19. Juni 2017

Viel Aufmerksamkeit kommt Marxʼ theoretischen Triumphen zu, die er etwa im „Manifest“ oder im „Kapital“ feiert. Doch was ist, wenn seine Erwartung einer revolutionären gesellschaftlichen Veränderung, wie er 1848 sie formuliert, einer Realitätsprüfung ausgesetzt ist? Der Vortrag legt den Fokus darauf, wie sich Marx in Phasen der revolutionären Flaute positioniert, wie er politische Irritationen verarbeitet und um Erklärungen für enttäuschende gesellschaftliche Entwicklungen ringt. Die bisherige Erforschung seiner journalistischen Texte der Dekade zwischen Entstehung des „Manifests“ und der „Grundrisse“ konzentriert sich auf einzelne von ihm behandelte, oft länderspezifische Fragen. Dabei bleibt der Blick auf die Gesamtheit der Artikel als eigenes Marxʼsches Textgenre sowie auf die Besonderheiten der darin angewandten Argumentation zumeist flüchtig

Referentin: Anna-Sophie Schönfelder (Universität Osnabrück)
Moderation: Prof. Rolf Hecker

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 19-21 Uhr

Eine Veranstaltung des Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. und Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin


07. September 2016
Das gespannte Verhältnis von Marx und Engels zur Utopie – Veranstaltung am 22. November 2016

Wie standen Marx und Engels zur Utopie? Waren sie selbst Utopisten? Haben sie das Utopische nur als Stilmittel verwendet? Wie gestalteten sich ihre eigenen Visionen über die postkapitalistische Gesellschaft? Wurden sie dabei von den Sozialutopien beeinflusst, die sich ja als unwissenschaftlich bezeichneten? Wie und warum haben sie sich gegen diese abgegrenzt? Wie wichtig war diese Abgrenzung für die Herausbildung des Marxismus bzw. des „wissenschaftlichen Sozialismus“? Danga Vileisis verneint, dass der utopische Sozialismus als Bestandteil einer einheitlichen „in sich geschlossenen“ (Lenin) Entwicklung der Marxschen Theorie zu verstehen ist. Er stelle vielmehr im wirklichen theoretischen Erkenntnisprozess des jungen Marx einen Stolperstein dar. Erst dessen Zurückweisung habe den eigentlichen Durchbruch in der Theoriebildung von Marx mit sich gebracht. Sie wird anhand des vierten Teils (d.) des ersten Kapitels der „Heiligen Familie“ Kritischer Schlacht gegen den französischen Materialismus zeigen, dass Marx’ misslungener Versuch, hier den Sensualismus Feuerbachs mit den utilitaristischen Voraussetzungen der utopisch-sozialistischen Theorien v. a. von Fourier, Owen und Dézamy zu verknüpfen und dies dann „als die logische Basis des Kommunismus“ darzustellen, einen der hauptsächlichen Anlässe für die Entstehung seiner auch selbst-kritischen Notizen ‚ad Feuerbach’ gebildet hat. Carl-Erich Vollgraf wird Marx und Engels in utopischen Dimensionen nach 1867 beleuchten. Ihm geht es nicht um das kompakte Thema Marx und Engels als Utopisten, und schon gar nicht darum, anhand späterer gesellschaftlicher Praktiken Visionen beider unhistorisch als naiv, irrig oder falsch zu deklassieren. Vielmehr geht es um Äußerungen von Marx und Engels, in denen das Stilmittel der Pointierung sozialer Disharmonien in der kapitalistischen Gesellschaft gepflegt wird. Des Weiteren geht es um die Plausibilität und Stringenz ihrer auch nachgefragten Visionen über die postkapitalistische Gesellschaft, oft in einfacher Antithese zur kapitalistischen Praxis vorgebracht, oder in derber Polemik mit Konkurrenten. Dabei berufen sich Marx und Engels meist auf das „Kapital“ als wissenschaftliche Grundlage, nicht immer auch berechtigt.

ReferentInnen: Danga Vileisis und Dr. sc. Carl-Erich Vollgraf
Moderation: Dr. Alexander Amberger

Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
Zeit: 19-21 Uhr

Eine Veranstaltung des Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. und Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin

04. April 2016
30 Jahre Marx-Engels-Forum – Eine DenkMalTour

Am 4. April 1986, also auf den Tag genau vor 30 Jahren an einem Freitag, wurde das Marx-Engels-Forum durch Erich Honecker unter Anwesenheit der Partei- und Staatsführung und des Schöpferkollektivs der Denkmalanlage auf einer Kundgebung mit 50 000 BerlinerInnen (laut ND) eingeweiht. Es war am Vorabend des XI. Parteitages der SED, so dass eine enge Verbundenheit zwischen den „beiden großen Revolutionären und genialen Wissenschaftlern“ und der SED, die die „ruhmreichen Traditionen des Bundes der Kommunisten und der revolutionären deutschen Sozialdemokratie“ verkörperte, vom Redner beschworen wurde. Der Politbüro-Auftrag zur Errichtung eines Marx-Engels-Denkmals ging 1973 an den Bildhauer Ludwig Engelhardt. 1983 wurden erste Entwürfe für die künftige Anlage auf einer Ausstellung in der Akademie der Künste im Marstall präsentiert. Jüngste Zäsur in der Geschichte des Marx-Engels-Forums ist die provisorische Umsetzung der zur Anlage gehörenden Elemente 2010/11 an die Karl-Liebknecht-Straße, um den U-Bahnbau zu ermöglichen. Die Denkmaltour geht der Geschichte des Denkmals nach, erläutert seine Elemente und fragt nach seiner Zukunft in der Mitte Berlins. Verbunden damit wird die Frage nach den anderen Erinnerungsorten an Marx und Engels in Berlin.

Mit Rolf Hecker, Kathrin Lompscher (MdA) und Thomas Flierl

Treffpunkt: Marx-Engels-Forum, Karl-Liebknecht-Straße, 10178 Berlin
Zeit: 17-18.30 Uhr

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V. Rosa Luxemburg Stiftung Berlin und den Naturfreunden Berlin.